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Ebolavirus und Niemann-Pick Typ C
Wolfgangg
Das Protein Niemann-Pick C1 als Hoffnungsträger gegen Ebola

Die Forschung nach einem Heilmittel gegen Ebola wird aufgrund der Sorge vor möglichen bio-terroristischen Angriffen auch vom amerikanischen Verteidigungsministerium massiv unterstützt. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Verteidigungsministerium der USA mit den Forschern der Firma AVI Bio Pharma einen Vertrag über die weitere Zusammenarbeit im Bereich der Ebola-Forschung ausgehandelt und dem Unternehmen mehr als 291 Millionen Dollar für die zukünftige Forschungsarbeit zugesichert. Eine Summe die angesichts der bisherigen rund 1.200 Ebola-Todesfälle seit Entdeckung der Infektionskrankheit 1976 deutlich überhöht scheint. Allein die Angst vor Bioterrorismus ist Anlass für den Forschungsaufwand.

weiter in Niemann-Pick Aktuell 2011 Seite 29

Auszug aus dem Block unten:

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„Bei diesem Protein handelt es sich um einen alten Bekannten, der den Medizinern schon durch die Erbkrankheit Niemann- Pick Typ C bekannt war. Denn 95% der Menschen, die an der Niemann- Pick Typ C-Krankheit leiden, haben eine Mutation in dem Gen für NPC1 (mehr als 250 Mutationen wurden bisher in Erkrankten gefunden), welches auf Chromosom 18 liegt.

Deshalb entnahmen die Forscher Niemann- Pick Typ C-Kranken Zellen, vermehrten sie in der Zellkultur und infizierten sie mit dem Ebolavirus. Das Virus konnte sich in den Zellen nicht vermehren. Bestätigt wurde dieser Befund durch Experimente an Zellen von gesunden Menschen. Die Wissenschaftler gaben in die Zellkultur Hemmstoffe, die die Bindung des Ebolavirus an NPC1 blockierten, auch in diesen Zellen konnte sich das Virus nicht vermehren. Ein weiterer therapeutischer Ansatzpunkt, für ein Medikament gegen Ebola, ist also gefunden.
Natürlich ist es nicht die Daseinsbestimmung von NPC1 das Ebolavirus in Lysosomen oder Endosomen zu transportieren. Normalerweise hat dieses Protein die Aufgabe Cholesterin in Lysosomen oder Endosomen zu transportieren, es wird also bei der Ebolavirusinfektion, wie Viren es so häufig mit Rezeptoren tun, gekidnappt.“
 
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